CARLOS
CAR LOading Standard
Automobilhersteller und Zulieferer aus dem In- und Ausland trafen sich in Darmstadt, um den Startschuss für eine neue Gemeinschaftsarbeit im Rahmen der Projektreihe CARLOS (CAR LOading Standard) zu geben. Die Beantwortung der Frage, welche Belastungen bestimmte Sicherheits- oder Funktionsbauteile während eines Auto-Lebens zu ertragen haben und wie diese Belastungen im Rahmen der Bauteilentwicklung und beim Festigkeitsnachweis zu berücksichtigen sind, ist seit jeher Gegenstand von Untersuchungen der einzelnen Automobilfirmen. Mit den CARLOS-Projekten ist es gelungen, alle deutschen und einige ausländische Automobilhersteller an einen Tisch zu bekommen. Zur Erstellung von Standards für die Zuverlässigkeit und Sicherheit der Fahrzeuge werden hierbei, jenseits allen Konkurrenzdenkens, Daten gesammelt und ausgewertet.

Slalomtest mit einem Caravan (VW)
Umfang und Tiefe dieser Untersuchungen gehen weit über das hinaus, was für den einzelnen Hersteller erreichbar ist. Je nach Aufgabenstellung nehmen auch Zulieferfirmen, TÜV’s und andere Forschungsstellen teil. Auf der Basis der erhobenen und ausgewerteten Daten werden schließlich Methoden und – soweit möglich – allgemein akzeptierte Standards ausgearbeitet. Neben den „harten“, durch Messungen und Berechnungen zuverlässig zu ermittelnden Daten enthalten die Lastannahmen auch „weiche“ Elemente. Diese betreffen Fragen, z.B.: Wie fährt der Benutzer (wie weit, wie hart, auf welchen Strecken, unter welchen Bedingungen)? Welche Sonderbelastungen kommen vor, wie häufig, und wie ist damit umzugehen? Was passiert beispielsweise mit einer Anhängerkupplung und dem tragenden Karosseriebereich nach einem versehentlichen Rückwärtsfahren gegen eine Wand? – CARLOS unterstützt alle Anstrengungen, die Konstruktion so auszulegen, dass sie entweder einer Weiterbenutzung standhält oder sich so verformt, dass der Fahrer von einer Weiterbenutzung absieht oder absehen muss.
Was für Flugzeugbauer und -betreiber alltäglich ist: Das Einsatzprofil von Flugzeugen ist relativ klar umrissen und wird zudem fortlaufend aufgezeichnet (Stichwort: Monitoring). Belastungs-Monitoring in Zukunft auch für Autos? Da wird dann vielleicht der (die) allzu forsche Fahrer(in) nach dem hundertsten Kavalierstart (englisch: Idiot start) von einer Computer-Stimme aus dem Cockpit aufgefordert, demnächst eine Werkstatt aufzusuchen und Getriebe und Antriebswellen überprüfen zu lassen.
Was für Flugzeugbauer und -betreiber alltäglich ist: Das Einsatzprofil von Flugzeugen ist relativ klar umrissen und wird zudem fortlaufend aufgezeichnet (Stichwort: Monitoring). Belastungs-Monitoring in Zukunft auch für Autos? Da wird dann vielleicht der (die) allzu forsche Fahrer(in) nach dem hundertsten Kavalierstart (englisch: Idiot start) von einer Computer-Stimme aus dem Cockpit aufgefordert, demnächst eine Werkstatt aufzusuchen und Getriebe und Antriebswellen überprüfen zu lassen.
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