Batterieprüfung mit System

HV-Energiespeicher LFP / CAR

Für plug-in hybridelektrische Fahrzeuge (PHEV) und solche mit Range Extender (REX) hat das Fraunhofer LBF ein 10 kWh Hochleistungsbatteriesystem entwickelt und aufgebaut. Die Lithium- Eisenphosphat (LFP) Kathode in den hierfür eingesetzten Rundzellen vermeidet wirkungsvoll die Freisetzung von Sauerstoff und damit mögliche Havarie-Risiken, den sogenannten thermal runaway.

10 kWh Batteriesystem mit eigensicheren LFP-Zellen sowie integriertem Batterie-Managementsystem

Weiterhin gewährleistet das Batteriesystem große Entladeströme, Schnellladefähigkeit, sowie kurze Ladezeiten und Zyklenfestigkeit. Mit der Kaltstartfähigkeit des Systems, d.h. guten elektrischen Eigenschaften bis -30°C und der am Fraunhofer LBF durchgeführten Parametrierung des Batterie-Managementsystems (BMS) sind wichtige Voraussetzungen für die Nutzung im Fahrzeug gegeben:

  • 3,2 V Rundzellen mit eigensicherer LiFePO4-Kathode
  • Gesamtanzahl Zellen im System: 384
  • Gesamtkapazität des Systems: 9,8 kWh
  • Modularer Aufbau (8 Module)

Die Komplexität hinsichtlich Aufbau, Belastungen sowie Funktions- und Schädigungsmechanismen von HV Batteriesystemen verlangt nach einem umfassenden technischen Verständnis, das Zell-, Modul- und Systemebene einschließt und die gekoppelten mechanischen, elektrischen und thermischen Lasten berücksichtigt um Final eine Funktions- und Lebensdauerabsicherung auf Systemebene und unter Berücksichtigung relevanter Fahrzeugparameter durchführen zu können. Mit dem Bau dieser HV-Batterie beweist das Fraunhofer LBF seine hervorragende Kompetenz auf dem Gebiet der Batterieentwicklung, erweitert mit dem neuen multiphysikalischen Batterieprüfstand seine Kompetenzen und Prüfmöglichkeiten und sichert den bestimmungsgemäßen Gebrauch von Systemen vor einer Prototypenintegration ab. Die entwickelte LFP-Batterie setzt das Fraunhofer in sein eigenes Konzeptfahrzeug „Generator Electric Vehicle 1“ (GEV1) ein.