Masterarbeit zu vergeben: SADA Fuzzy

Fraunhofer LBF / 12.6.2017

Die Kernkompetenz der Gruppe BS-BB am LBF liegt in der Durchführung mehrkanaliger Schwingfestigkeitserprobungen.


Bei dieser Art von Betriebsfestigkeitsprüfungen wird der Prüfling mittels servohydraulischer Aktoren in mehreren Raumrichtungen belastet. Erprobt werden Fahrwerkskomponenten, wie z.B. Achslenker oder Elastomerlager oder Baugruppen, wie z.B. ganze Fahrzeugachsen. Grundlage der Betriebsfestigkeitsprüfung sind Lastsignale, welche die Beanspruchungen des Prüfteils an ausgewählten Messstellen wiedergeben. Wenn keine gemessenen Daten verfügbar sind, werden oft standardisierte Lastsignale verwendet, die mit Hilfe von Lastfaktoren auf den jeweiligen Prüfling angepasst werden.


Aufgabenbeschreibung
Auf der Basis vorliegender gemessener Lastsignale aus vielfältigen Prüfungen der letzten Jahre soll ermittelt werden, ob neu definierte Lastfaktoren helfen können, die Beanspruchungen moderner Fahrzeuge im täglichen Einsatz besser abzubilden. In standardisierten Lastsignalen, wie z.B. dem am LBF mit entwickelten System STAMAS, werden als maßgebliche Lastfälle für den Fahrzeugbetrieb die Szenarien: Geradeausfahrt, Kurvenfahrt, Bremsen und Antreiben unterschieden. Die vorliegenden Messsignale müssen in geeigneter Weise in Zeitabschnitte unterteilt werden, die jeweils einem der obigen Lastfälle zugeordnet werden können. Anschließend kann die Auswertung der einzelnen Abschnitte erfolgen.
Ziel der ausgeschriebenen Arbeit ist die Entwicklung einer Methode zur automatisierten Lastfallerkennung mit der die Messsignale anhand charakteristischer Signalmuster systematisch ausgewertet und abschnittsweise
charakterisiert werden können. Neben anderen Möglichkeiten, die durch Sichtung der Literatur zu recherchieren sind, kann hierfür die Fuzzy Logik eingesetzt werden.


Was Sie mitbringen
- Studienfach: Elektrotechnik, Maschinenbau, Mechatronik o.ä.
- Kenntnisse im Bereich Signalanalyse, Regelungstechnik (Fuzzy Logik und Neuronale Netze vorteilhaft, aber nicht Bedingung)
- Erfahrungen mit MATLAB®/Simulink
- Freude an der Erschließung neuer Themengebiete


Was Sie erwarten können
- Einblick in die wissenschaftliche Arbeitsweise an einem Forschungsinstitut
- Fachkundige Betreuung bei der Einarbeitung in neue Themenfelder
- Ggf. Möglichkeit zur Kombination der Arbeit mit einer HiWi-Stelle


Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt.
Die Fraunhofer-Gesellschaft legt Wert auf die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern.


Fragen zu dieser Position beantworten Ihnen gerne:
Herr Dr.-Ing. Thorsten Voigt Herr Dipl.-Ing. Martin Große-Hovest Telefon: +49 6151 705-8216