Ganzheitliche Systemanalyse und Reliability Engineering

Zuverlässigkeit von Anfang an in die Entwicklung einbeziehen

Werden Zuverlässigkeitsziele bereits in Konzept und Systemarchitektur berücksichtigt, können kritische Funktionen, Lastpfade und Unsicherheiten früh adressiert werden. Erkenntnisse aus Analyse, Simulation, Versuch und Betrieb lassen sich schrittweise in Auslegung und Absicherung zurückführen. So entsteht ein entwicklungsbegleitender Bewertungsprozess, der mit der Systemreife wächst und Nachweisaktivitäten auf die jeweils anstehende Entscheidung ausrichtet.

Systemzuverlässigkeit im Zusammenspiel bewerten

Technische Systeme werden komplexer: Komponenten und Baugruppen wirken über Schnittstellen zusammen, reale Lasten variieren und neue Materialien sowie veränderte Nutzszenarien führen zu neuen Wirkzusammenhängen. Werden Zuverlässigkeit und Lebensdauer ausschließlich auf der Ebene einzelner Bauteile betrachtet, können kritische Wechselwirkungen und systemische Risiken unentdeckt bleiben.

Für Entwicklung und Betrieb entsteht deshalb die Aufgabe, Systemarchitektur, Lastpfade, Beanspruchungen, mögliche Ausfallarten und Unsicherheiten in einen gemeinsamen Bewertungsrahmen zu bringen. Gefragt ist daher ein systematisches Vorgehen entlang des Entwicklungszyklus mit ineinander verzahnten und über klare Übergabepunkte definierten Methoden.

Das Fraunhofer LBF unterstützt Sie dabei, technische Systeme ganzheitlich zu analysieren und Zuverlässigkeits- sowie Lebensdauerfragen vom Material über Komponente und Baugruppe bis zum Gesamtsystem einzuordnen.

Von der Systemarchitektur zur belastbaren Bewertung

Zu Beginn werden Systemgrenzen, Funktionen, Schnittstellen, Lasten und relevante Ausfallmechanismen strukturiert. Je nach Fragestellung fließen experimentelle, simulierte oder betriebliche Daten in geeignete Bewertungsmodelle ein. Unsicherheiten werden dabei nicht ausgeblendet, sondern transparent beschrieben und soweit möglich quantifiziert.

Die Unterstützung kann von einer frühen Systemstrukturierung über Ableitung von Re-Design-Anweisungen bis hin zu Verifikations- und Validierungsmaßnahmen reichen.

Vom Systemverständnis zur passenden Zuverlässigkeitsstrategie

In frühen Phasen kann eine strukturierte System- und Risikoanalyse ausreichen, um kritische Annahmen und Datenlücken sichtbar zu machen. Mit zunehmender Reife können Modelle, Versuchsdaten und reale Betriebsinformationen ergänzt und Bewertungen gezielt validiert werden.

Dadurch bleibt der Untersuchungsumfang eng an der konkreten Entwicklungs- oder Betriebsentscheidung orientiert, statt unabhängig vom Bedarf maximale Modell- oder Testtiefe anzustreben.

Sprechen Sie mit uns

Sie möchten Zuverlässigkeit bereits in Konzept und Entwicklung systematisch berücksichtigen oder ein bestehendes System über seinen Lebenszyklus bewerten? Gemeinsam klären wir Systemgrenzen, Datenbasis, Bewertungsziel und den passenden Analyse- und Nachweisweg.

 

Ihr Ansprechpartnerin:

Dr.-Ing. Elena Slomski-Vetter

Head of Department System Reliability

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