Unternehmen benötigen deshalb Entscheidungsgrundlagen, die Nachhaltigkeits- und Zuverlässigkeitsperspektive zusammenführen. Gerade bei längerer Nutzung, ReUse oder dem Einsatz zurückgewonnener Materialien stellt sich die Frage, welche Eigenschaften erhalten bleiben, welche Unsicherheiten entstehen und welche Validierung erforderlich wird.
Das Fraunhofer LBF unterstützt Sie dabei, ausgewählte R-StrategienNachhaltigkeitsaspekte mit Zuverlässigkeits- und Lebensdauerfragen zu verbinden. Lebenszyklus-, Kritikalitäts- oder Wirtschaftlichkeitsaspekte können dort ergänzend einbezogen werden, wo Datenbasis, Projektumfang und fachliche Zuständigkeiten dies belastbar ermöglichen.
Von der Nachhaltigkeits-Strategie zur technischen Bewertung
Zu Beginn werden Produktkontext, vorgesehene R-Strategie, technische Anforderungen und kritische Zustände eingegrenzt. Die Betrachtung kann Material, Komponente, System, Nutzung und Rückführung einbeziehen. Darauf aufbauend lassen sich Kriterien, Kennwerte und erforderliche Verifikations-, Validierungs- oder Datenbausteinemaßnahmen ableiten.
Nachhaltigkeit und Zuverlässigkeit nicht getrennt simultan bewerten
Eine R-Strategie ist nicht allein deshalb technisch sinnvoll, weil sie Materialkreisläufe schließt oder Nutzungszeiten verlängert. Entscheidend ist, unter welchen Bedingungen Funktion, Qualität und Zuverlässigkeit erhalten bleiben und welche Unsicherheiten beherrscht werden müssen.
Die integrierte ganzheitliche Betrachtung unterstützt dabei, ökologische Potenziale dort zu erschließen, wo sie mit belastbaren technischen Anforderungen und geeigneten Nachweisen verbunden werden können.