Zuverlässigkeit im Kontext der Nachhaltigkeit, der Gesamt- und Restlebensdauer bewerten - Life Cycle Assessment (LCA)

R-Strategien früh in Produkt und Systementwicklung verankern

Werden Kreislaufziele erst am Ende der Entwicklung betrachtet, sind Materialwahl, Fügetechnik, Zugänglichkeit, Reparierbarkeit und Nachweiswege häufig bereits festgelegt. Eine frühe Bewertung macht Zielkonflikte zwischen Funktion, Zuverlässigkeit und R-Strategie rechtzeitig sichtbar. Erkenntnisse aus Material-, Komponenten- und Systembewertung können schrittweise in Konstruktion, Nutzungskonzept und Validierungsplanung zurückgeführt werden. So wird Kreislauffähigkeit zum Bestandteil der Entwicklungslogik statt zu einer nachträglichen Zusatzanforderung.

Kreislauffähigkeit technisch belastbar gestalten

Reparatur, Wiederverwendung, Aufarbeitung oder Recycling sollen Ressourcen schonen und Produktkreisläufe verlängern. Ob eine R-Strategie technisch tragfähig ist, hängt jedoch nicht allein von ökologischen Kennwerten ab. Auch Funktion, Qualität, Alterung, verbleibende Lebensdauer und Ausfallrisiken müssen berücksichtigt werden.

Unternehmen benötigen deshalb Entscheidungsgrundlagen, die Nachhaltigkeits- und Zuverlässigkeitsperspektive zusammenführen. Gerade bei längerer Nutzung, ReUse oder dem Einsatz zurückgewonnener Materialien stellt sich die Frage, welche Eigenschaften erhalten bleiben, welche Unsicherheiten entstehen und welche Validierung erforderlich wird.

Das Fraunhofer LBF unterstützt Sie dabei, ausgewählte R-StrategienNachhaltigkeitsaspekte  mit Zuverlässigkeits- und Lebensdauerfragen zu verbinden. Lebenszyklus-, Kritikalitäts- oder Wirtschaftlichkeitsaspekte können dort ergänzend einbezogen werden, wo Datenbasis, Projektumfang und fachliche Zuständigkeiten dies belastbar ermöglichen.

Von der Nachhaltigkeits-Strategie zur technischen Bewertung

Zu Beginn werden Produktkontext, vorgesehene R-Strategie, technische Anforderungen und kritische Zustände eingegrenzt. Die Betrachtung kann Material, Komponente, System, Nutzung und Rückführung einbeziehen. Darauf aufbauend lassen sich Kriterien, Kennwerte und erforderliche Verifikations-, Validierungs- oder Datenbausteinemaßnahmen ableiten.

Nachhaltigkeit und Zuverlässigkeit nicht getrennt simultan bewerten

Eine R-Strategie ist nicht allein deshalb technisch sinnvoll, weil sie Materialkreisläufe schließt oder Nutzungszeiten verlängert. Entscheidend ist, unter welchen Bedingungen Funktion, Qualität und Zuverlässigkeit erhalten bleiben und welche Unsicherheiten beherrscht werden müssen.

Die integrierte ganzheitliche Betrachtung unterstützt dabei, ökologische Potenziale dort zu erschließen, wo sie mit belastbaren technischen Anforderungen und geeigneten Nachweisen verbunden werden können.

Sprechen Sie mit uns

Sie möchten Reparatur, Wiederverwendung, Aufarbeitung oder Recycling technisch bewerten und mit Zuverlässigkeitszielen verbinden? Gemeinsam klären wir Produktkontext, relevante Zustände, Bewertungsmaßstab und die erforderlichen Daten- und Validierungsschritte.

 

Ihr Ansprechpartnerin:

Dr.-Ing. Elena Slomski-Vetter

Head of Department System Reliability

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