Zuverlässigkeit, Sicherheit

REQUAS: Professorales Personal rekrutieren und qualifizieren – Hochschule RheinMain erhält 2,5 Mio. EUR aus Bund-Länder-Programm

Presseinformation / 26. Mai 2021

Bund und Länder fördern im Rahmen ihres gemeinsamen Programmes „FH-Personal“ die Rekrutierung und Qualifizierung professoralen Per-sonals an Fachhochschulen beziehungsweise Hochschulen für ange-wandte Wissenschaften (HAW). Rund 2,5 Mio. Euro erhält die Hoch-schule RheinMain (HSRM), die insbesondere in den Fachbereichen In-genieurwissenschaften und Design Informatik Medien investiert wer-den. Insgesamt stellen Bund und Länder in den kommenden acht Jah-ren über 430 Mio. Euro zur Verfügung, um Fachhochschulen/HAW in der Entwicklung und Umsetzung standortspezifischer Personalgewin-nungskonzepte zu unterstützen.

© Hochschulkommunikation | Hochschule RheinMain
(v.l.n.r.) Prof. Dr. Arjan Kuijper (Research Coach am Fraunhofer IGD), Ayse Asar (Staatssek-retärin im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst), Dr. Michael Meister (Parlamenta-rischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung), Prof. Dr. Bodo Igler (Vi-zepräsident für Forschung und Entwicklung der Hochschule RheinMain) und Prof. Dr. Eva Waller (Präsidentin der Hochschule RheinMain).

„Das Projekt ‚REQUAS‘ ist ein gutes Vorbild für Innovationen bei der Gewinnung beziehungsweise Rekrutierung erstklassigen professoralen Personals. Durch die angestrebte kooperative Ausbildung von Fachkräften werden sowohl die Hoch-schule RheinMain bei der Steigerung ihrer Attraktivität als auch die beteiligten Fraunhofer-Institute und die Region als Ganzes profitieren“, sagt der Parlamenta-rische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung Dr. Mi-chael Meister.

Die Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst Ayse Asar betont: „Die erfolgreiche Teilnahme der Hochschule RheinMain an diesem Bund-Länder-Programm – wie der der hessischen Hochschulen überhaupt – be-zeugt die hohe Qualität ihrer Arbeit. Die Gewinnung neuer innovativer Professo-rinnen und Professoren, aber auch der vom Land Hessen finanzierte Aufbau eines wissenschaftlichen Mittelbaus sowie das Promotionsrecht für forschungsstarke Bereiche sind die zentralen, ineinandergreifenden Elemente, um die anwendungs-orientierten Forschung an HAW und damit den Wissenstransfer in Wirtschaft und Gesellschaft insgesamt zu stärken.“

„Wir freuen uns sehr über diesen Bescheid. Alle Beteiligten in den Fachbereichen, der Verwaltung, im Präsidium und in den Fraunhofer-Instituten haben sich inten-siv für das Thema eingesetzt. Mit den bewilligten Mitteln wird die Hochschule RheinMain ein Angebot schaffen, das die Qualifizierung und Karriere hin zu einer Professur an der HSRM systematisch miteinander verbindet“, so Hochschulpräsidentin Prof. Dr. Eva Waller.

Kooperation mit Fraunhofer-Instituten

Als Pilotprojekt sollen in Kooperation mit drei Fraunhofer-Instituten in Darmstadt und Mainz Strukturen zur Gewinnung und Entwicklung professoralen Nachwuchses aufgebaut werden. Bei den Instituten handelt es sich um das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung (IGD) und das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit (LBF) in Darmstadt sowie um das Fraunhofer-Institut für Mikrotechnik und Mikrosysteme (IMM) in Mainz. „Für die Fraunhofer-Institute ist es selbstverständlich, immer eng mit den örtlichen Hochschulen zusammenzuarbeiten. Dank der direkten persönlichen Bindung auf allen Ebenen können Ergebnisse der gemeinsamen Forschung effizient in die Anwendung gebracht und das gemeinsame Angebot im Bereich Wissens- und Technologietransfer gezielt erweitert werden. Die zahlreichen industriellen Kontakte der Fraunhofer-Institute ermöglichen eine breite Vernetzung sowie den Transfer und die Öffnung der Forschung in die Gesellschaft", erklärt Prof. Dr. Arjan Kuijper, Research Coach am Fraunhofer IGD.

„Diese Kooperation mit den Fraunhofer-Instituten war bereits bei der Antragsstellung ein Alleinstellungsmerkmal unserer Hochschule. Mit der Umsetzung des Vorhabens werden an der Hochschule RheinMain neue Wege beschritten: Erstmals wird in Kooperation mit Instituten einer außerhochschulischen Forschungseinrichtung eine systematische Entwicklung und Rekrutierung professoralen Personals betrieben“, sagt Prof. Dr. Bodo Igler, Vizepräsident für Forschung und Entwicklung der Hochschule RheinMain.

Mit den angestrebten Qualifizierungsmaßnahmen will die Hochschule Personal mit einem Qualifikationsprofil für den professoralen Nachwuchs generieren, das über den Arbeitsmarkt schwer zu gewinnen ist. Sie benötigt hochqualifizierte Professorinnen und Professoren mit Erfahrung in Wissenschaft und Praxis. Wissenschaftliches Personal, das von einem Fraunhofer-Institut kommt, bringt sowohl Erfahrung in angewandter Industrieforschung als auch in der Einwerbung von Drittmitteln mit.

Attraktivität der Hochschule deutlich steigern

Darüber hinaus soll über die Kooperation mit den Fraunhofer-Instituten und den damit verbundenen Beschäftigungsoptionen die Attraktivität der Hochschule als Arbeitgeberin deutlich gestärkt werden. „Generell wollen wir die bereits bestehende fachliche Zusammenarbeit vertiefen und auf das Gebiet der Personalentwicklung erweitern, sodass eine intensivere Vernetzung in der Region stattfinden kann“, so Prof. Dr. Bodo Igler. Die Maßnahmen sollen zudem zu einer nachhalti-gen Verbesserung der Geschlechtergerechtigkeit innerhalb des professoralen Per-sonals an der HSRM beitragen.

Zum Bund-Länder-Programm

Die im Rahmen des Bund-Länder-Programms „FH-Personal“ ausgewählten Hoch-schulen werden unter anderem bei der Einrichtung von Kooperationsplattformen, Schwerpunktprofessuren, Tandem-Programmen sowie kooperativen und struktu-rierten Promotionsprogrammen unterstützt. Auch die Umsetzung weiterer inno-vativer Ideen zur Verbesserung der Personalgewinnung und -qualifizierung wird gefördert. Das Bund-Länder-Programm hat insgesamt einen Mittelumfang von über 430 Millionen Euro und läuft bis zum Jahr 2028. Das Programm wird von Bund und Ländern gemeinsam getragen.

Weitere Informationen zum Bund-Länder-Programm zur Förderung der Gewin-nung und Entwicklung von professoralem Personal an Fachhochschulen/HAW finden Sie hier.

Die Hochschule RheinMain

Über 70 Studienangebote an zwei Studienorten mit einem internationalen Netzwerk – das ist die Hochschule RheinMain. Rund 13.600 Studierende studieren in den Fachbereichen Architektur und Bauingenieurwesen, Design Informatik Medien, Sozialwesen und Wiesbaden Business School in Wiesbaden sowie im Fachbereich Ingenieurwissenschaften in Rüsselsheim am Main. Neben der pra-xisorientierten Lehre ist die Hochschule RheinMain anerkannt für ihre anwendungsbezogene For-schung.